Volker BlumenthalerTez thelon langlo Finnegans Wake von James Joyce gehört zu den Büchern, in denen Sprache scheinbar wild und labyrinthisch wuchert. Beim Versuch des Lesens entsteht eine neue und eigenartige Welt, weil die Sprachemanationen des Dichters und die eigene Sprachphantasie ständig in eine produktive Kollision geraten. Man erlebt plötzlich auf überraschende und auch beunruhigende Weise, daß man unversehens in den schöpferischen Prozeß der Dichtung hineingezogen wird. Wir müssen uns immer wieder aufs Neue entscheiden, wie der Text für einen ganz persönlich zu lesen und zu deuten ist. Es gibt keine entgültig fi-xierbare Deutung. Man schwimmt im Text beinahe wie ein Schiffbrüchiger, für den eine einzelne Planke momentane Rettung verheißt. |